Ralf Schumacher
Als Kind wollte ich: Schon immer Rennfahrer werden
Das macht mir Spaß: Mountainbiking, Skifahren, Kartenspielen
Erstes Geld verdient mit: Dem Putzen von Karts bei meinem Vater auf der Kartbahn und beim Frittenverkauf bei meiner Mutter.
Haustier: Meine beiden Hunde Bella und Cayenne, sechs Hühner im Stall
Lieblingsessen: Pasta
Abi-Note: Kein Abitur


Leben auf der Überholspur

Während dem Formel 1-Auftakt in Melbourne läuft uns Ralf Schumacher über den Weg. Von ihm wollen wir wissen, wie man die Situation wieder unter Kontrolle bringt, wenn man während der Abiprüfung ins Schleudern gerät.

Über die Rennstrecke rast du mit Tempo 300. Da sind Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn doch bestimmt nicht Dein Ding. Wie oft hast du Deinen Führerschein schon verloren?
Auch als Rennfahrer halte ich mich im Straßenverkehr an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Meinen Führerschein habe ich noch kein einziges Mal verloren.

Dein Tipp für folgende Situation: Man sitzt in der Abiprüfung, hat alles vergessen, wird plötzlich nervös und verliert den Überblick.
Denkt an die Zeit nach dem Abi: An die vielen Partys, die ihr mit euren Freunden feiern werdet und an die Abifahrt. Dann versucht euch nochmal voll zu konzentrieren und mit diesem Ziel vor Augen Vollgas zu geben. Es nützt, wenn man sich das Ziel nicht als etwas Bedrohliches vorstellt, sondern als etwas Erstrebenswertes.

Als Kind hast du Tag und Nacht auf der Kartbahn Deines Vaters verbracht. Aber man kann sich ja nicht einfach so darauf verlassen, dass man den Sprung vom Kartfahren in die Formel 1 schafft. Was war Dein Plan für den Fall, dass es nichts mit der großen Karriere als Profi-Rennfahrer geworden wäre?
Einen Plan B hat es für mich eigentlich nie gegeben. Vielleicht hätte ich mich mit meiner eigenen Kartbahn selbstständig gemacht und mir später einen Job im Wirtschaftsgeschehen gesucht. Inzwischen habe ich in Bispingen aber auch so bereits eine Kartbahn. Schaut doch mal vorbei. Ich freue mich auf alle absolut°karriere-Leserinnen und Leser.

Wann hat Deine innere Stimme zu Dir gesagt: „Ralf, auf Dich wartet eine ganz große Karriere“?
Im Voraus kann man so etwas gar nicht spüren. Was man aber fühlt, ist ein ganz fester Wille, Entschlossenheit und der Wunsch es zu schaffen. Es gibt aber auch genug Menschen, die genau das empfinden und bei denen es mit der großen Karriere trotzdem nicht klappt. Ein kleines bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Und welche persönliche Eigenschaft hat Dir dabei geholfen groß rauszukommen?
Ich war schon sehr früh selbstständig, weil meine Eltern beide berufstätig waren. Als ich 21 war, habe ich ein Jahr lang alleine in Japan gelebt, um dort die F 3000 fahren zu können. Wenn man sich als junger Mensch hohe Ziele gesteckt hat, muss man dazu bereit sein, das Abenteuer und die Herausforderung zu suchen.

Was braucht Ralf Schumacher am Morgen, damit er gut gelaunt in den Tag starten kann?
Mein Müsli und die Online-Lektüre der wichtigsten Zeitungen. Wenn ich gerade kein Rennen fahren muss und daheim in Salzburg bin, ist es mir sehr wichtig, dass ich meinen Sohn David nach dem Frühstück noch in den Kindergarten bringe.

Was kann David von Dir lernen?
Meine Frau Cora und ich sorgen dafür, dass David all unsere Zuwendung bekommt. Auch gutes Benehmen liegt uns sehr am Herzen: Der Kleine sagt mit seinen drei Jahren schon brav „Bitte“, „Danke“, „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“. Das gehört sich einfach so.

Dein Talisman?
Ein Medaillon mit einem Bild von Cora und David.

Etwas, das du noch nie verstanden hast?
Warum die meisten Menschen an der Ampel zuerst bei Gelb abbremsen, um dann doch mit vollem Tempo drüberzudonnern…

Mit Ralf Schumacher sprachen Max Grün und Moritz-Marco Schröder

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