Dufte Karriere

Ein duales Studium riecht nach viel Arbeit – und ist es auch. Die 25-jährige Berlinerin Theresa Höhn ist beim Parfümerie-Riesen Douglas im dritten Jahr ihrer Ausbildung – und „bereut nichts“

Theresa Höhn absolviert ein duales Studium bei Douglas
Über den „Umweg Hotellerie“ ist Theresa Höhn vor drei Jahren zu Douglas gekommen. Im Handel fühlt sich die 25-Jährige jetzt richtig wohl

Wenn Theresa Höhn durch ihre Stammfiliale am Kurfürstendamm geht, scannt ihr Blick unaufhörlich den Laden. „Sind alle Regale gefüllt, sind genug Mitarbeiter im Geschäft, werden alle Kunden begrüßt und beraten? Das sind Fragen, die ich mir die ganze Zeit stelle“, erzählt die 25-Jährige, während sie entspannt von ihrem Berufsalltag erzählt. Während des Gesprächs hält sie kurz inne – und gibt einem Mitarbeiter hinter der Kasse eine Mütze, die eine Kundin liegen gelassen hat. Die Berlinerin sieht eben alles.

Theresa ist, wie sie selbst sagt, „über Umwege“ zu Douglas gekommen. Als sie 2008 Abitur an der Rudolf-Virchow-Oberschule in Berlin macht, sieht sie ihre Zukunft noch in der Tourismusbranche. Sie schließt auch eine Ausbildung in dem Bereich ab, aber dann „konnte ich mir nicht mehr vorstellen, das mein ganzes Leben lang zu machen“. Während des Weihnachtsgeschäfts hatte sie in ihrer Abi-Zeit schon mal in einer Douglas-Filiale ausgeholfen – und bewirbt sich dort nach der Hotelausbildung für ihre Traumausbildung „Duales Studium“. Praxis und Theorie zu verbinden und dabei auf eine Führungsposition vorbereitet zu werden, das hört sich für Theresa spannend an. Sie schafft das Auswahlverfahren – bestehend aus Interview, Übungen, einer Selbstpräsentation, einem Wissenstest und zwei Tagen Probearbeit in einer Filiale – und bekommt eine der begehrten Stellen.

Studieren im Drei-Monats-Takt
Inzwischen befindet sich die Berlinerin im dritten Jahr ihres dualen BWL-Studiums, Fachrichtung Handel. Der Rhythmus ihrer Ausbildung schlägt im Drei-Monats-Takt: Ein Vierteljahr hört sie an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht Vorlesungen in Fächern wie Handelslogistik, Handels-Management, Marketing, VWL, Mathematik oder Controlling. „Wir werden gezielt darauf vorbereitet, was das Besondere am Handel ist und was ihn ausmacht.“ Der Stoff, den sie verinnerlichen muss, ist dabei nicht ohne: „In drei Monaten an der Uni müssen wir das lernen, was ,normale‘ Studenten in sechs Monaten lernen. Das ist mit großer Eigeninitiative verbunden. Man muss die Vorlesungen gut vor- und nachbereiten“, rät Theresa. „Sonst kommt man irgendwann nicht mehr hinterher.“

Nach der Zeit an der Hochschule geht sie wieder für drei Monate in ihre Filiale und kann das Gelernte dort direkt anwenden. Das Geschäft am Berliner Ku’damm ist eine luxuriöse Filiale. Dort hilft Theresa auch das Wahlpflichtfach Englisch, weil an der Flaniermeile auch Touristen einkaufen, und das nicht zu knapp. „Es kommen oft Kunden, die nicht auf den Cent schauen“, erzählt Theresa, die auch Kunden berät. Nicht selten werden hier Düfte für 800 Euro verkauft. „Ein edles Serum kann bis zu 1.000 Euro kosten“, verrät sie. Obwohl ihre Ausbildung sehr anstrengend sein kann – „Es heißt nicht umsonst Intensivstudium“ – ist Theresa nicht neidisch auf ihre Freundinnen, die an einer klassischen Universität studieren. „Ich bereue nichts“, sagt Theresa lachend.

Das Studium ist intensiv
Ihre Bachelor-Arbeit hat sie im Juni abgegeben, Ende September ist die Ausbildung zu Ende, dann trägt sie den Titel „Bachelor of Arts“. Und wechselt in die Personalabteilung: „Normalerweise bekommen duale Studenten, die bei Douglas nach der Ausbildung weiter arbeiten, die Position eines Stellvertretenden Filialleiters angeboten“, erklärt Theresa. Sie persönlich gehe aber einen anderen Weg.

„Ich habe schon während meines Studiums ein einmonatiges Praktikum in unserer Personalabteilung gemacht. Dort darf ich nach meinem Abschluss anfangen. Die Schulungsleiterin, die sich unter anderem darum kümmert, dass die Mitarbeiter bei Douglas immer up to date sind, geht in den Mutterschutz – ich mache ein Jahr lang die Schwangerschaftsvertretung. Die Personalabteilung war schon immer das, wo ich gerne hinwollte. Für mich geht also ein Traum in Erfüllung.“

Über den „Umweg Hotellerie“ ist Theresa vor drei Jahren zu Douglas gekommen. Kann sie sagen, auf welcher Stufe sie in fünf Jahren auf der Karriereleiter steht? Theresa ist sich unsicher. „Ich habe gerade gestern Abend in unser Abschlussbuch geschrieben und da stand die Frage: ,Wo siehst du dich in zehn Jahren?‘ Und ich wusste wirklich nicht, was ich sagen sollte. Ich hab dann geschrieben: ,Hauptsache glücklich‘.“ Das ist sie mit der Wahl ihres Jobs – zumindest jetzt und in der nahen Zukunft bei Douglas – auf jeden Fall.

Autor: Lars Christiansen

„Noten sind für uns natürlich sehr wichtig, aber die passende Persönlichkeit zählt noch mehr. Was uns wichtig ist, ist eine hohe Dienstleistungsorientierung und eine herausragende Kommunikationsstärke. Darüber hinaus braucht es ein überdurchschnittliches Engagement und Eigeninitiative. Wer dazu noch eine gewisse Affinität und Begeisterung für unsere Produkte und die neuesten Trends mitbringt, ist bei uns genau richtig.”
Anna Brixner (34),
Bereichsleiterin Personal bei Douglas

Ausbildung bei der Parfümerie Douglas

Logo Douglas

Douglas gibt es bereits seit über 100 Jahren. Bei der größten Parfümerie Europas hast du tolle Karriere-Chancen und bist Ansprechpartner für neue Trend- und Lifestyleprodukte.

Ausbildungsangebot: Parfümeriefachverkäufer/-in, Friseur/-in, Schauwerbegestalter/-in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Duales Studienangebot: Handelsassistent/Handelsfachwirt, Betriebswirt

Anzahl der Studien- und Ausbildungsplätze: rund 20 am Standort Berlin

Bewerben: schriftlich per Post oder online bis Februar 2015

Jetzt informieren: www.douglas-karriere.de

Theresa Höhn absolviert ein duales Studium bei Douglas
Auf dem Weg nach oben: Theresa konnte mit ihrer Bewerbung, im Auswahlverfahren und beim Probearbeiten alle von sich überzeugen
Sind alle Regale gefüllt, werden die Kunden gut beraten? Theresa scannt den Laden bei ihrer Arbeit unaufhörlich

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